07. Januar 2026
Strukturveränderungen zum Jahreswechsel auch im evangelischen Saarland
Ungefähr 80 Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder im Saarland gehören seit dem 1. Januar zum Kirchenkreis An der Saar. Zum Jahreswechsel hat sich der neue Kirchenkreis aus Fusion der bisherigen Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West gebildet. Mit rund 113.500 Gemeindegliedern in 24 Gemeinden ist der neue Kirchenkreis mit Sitz in Saarbrücken nun der drittgrößte Kirchenkreis der Landeskirche.
Für die Gemeindeglieder in den evangelischen Kirchengemeinden im Saarland hat die Kirchenkreisfusion indes keine spürbare Auswirkung, da es sich hauptsächlich um eine Zusammenlegung von Verwaltungs-, Organisations- und Leitungsstrukturen auf der mittleren Ebene handelt. Dadurch sollen mittelfristig Kosten gespart und vor allem bürokratische Strukturen abgebaut werden.
In der Evangelischen Kirche im Rheinland haben sich zum 1. Januar außerdem drei Kirchenkreise in der Region Köln zum neuen Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch zusammengeschlossen. Damit gibt es in der rheinischen Landeskirche zwischen Kleve und Saarbrücken, Aachen und Wetzlar künftig noch 34 Kirchenkreise und 527 Kirchengemeinden.
Gemeindefusionen tangieren das Saarland
An der Basis sind zum Jahreswechsel außerdem Fusionen von Kirchengemeinden über die rheinland-pfälzisch-saarländische Grenze hinweg vollzogen worden.
Im Kirchenkreis Obere Nahe bilden die vier Kirchengemeinden Burg-Lichtenberg, Pfeffelbach, Westrich-Nahe und Wolfersweiler künftig die Evangelische Kirchengemeinde Saar Westrich Nahe.
Im Bliesgau haben sich die protestantischen Kirchengemeinden Hornbach, Althornbach und Brenschelbach zur Protestantischen Kirchengemeinde Hornbachtal zusammengeschlossen.
Weitere geplante Fusionen im Stadtgebiet Homburg könnten noch im laufenden Jahr 2026 greifen.